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Mein Land in Deinen Augen:
Pablo Neruda und Matilde Urrutia – Skizzen ihres Lebens

Pablo Neruda und Matilde Urrutia – Skizzen ihres Lebens

Der chilenische Dichter Pablo Neruda (1904-1973) gehört zu den bedeutendsten Lyrikern des 20. Jahrhunderts und wurde 1971 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Politisch unterstützte er den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende, dessen Tod am Tage des Militärputsches 1973 Neruda nur kurz überlebte. Neruda war tief geprägt von Chile: den extrem unterschiedlichen Landschaften, dem Meer, der hart arbeitenden einfachen Bevölkerung, den sozialen Konflikten. Alles ging ihn etwas an, und was er schrieb, geriet ihm zur Poesie: Er schrieb von den Menschen, von Bäumen, Vögeln, Muscheln und er besang - alles überstahlend - die Liebe. Die Liebe durchdrang seine poetische und menschliche Haltung, sie prägte seinen Blick auf das Leben und erscheint in jedem Gedicht. Salvador Allende schrieb:“ In Nerudas Dichtung ist ganz Chile gegenwärtig, mit seinen Flüssen und Bergen, dem ewigen Schnee und den glutheißen Wüsten. Über alle Dinge aber stellt er den Menschen, den Mann und die Frau. Darum ist in seiner Dichtung die Liebe und der Kampf.“

Matilde Urrutia (1912-1985) war seine Lebensliebe, sie beide verband eine innige, glückliche Beziehung bis zu Nerudas Tod. Über Jahre war Matilde Urrutia die heimliche Geliebte Nerudas, bis sie 1966 heiraten konnten.

Hans Heller und Astrid Kramer lesen aus Erinnerungen und Gedichten von Neruda und Urrutia. Den musikalischen Erzählteil gestaltet die venezolanische Sängerin Maíren Tamár Hernández Roja. Mit ihrer wunderbaren Stimme singt sie Lieder von Victor Jara, Violeta Para, Mercedes Sosa und anderen im spannenden und atmosphärisch dichten Dialog mit dem spanischen Gitarristen Ángel García Arnés.